Google Filter Panda & Penguin Teil 2

Der Kopf eines Pinguins.

Hier ist nun Teil 2 des Beitrages über die beiden wichtigen Algorithmen Updates Panda und Penguin. In diesem Post geht es um den Google Filter Penguin, der auf Link-Spam abzielt. Außerdem klären wir, was unter unnatürlichen Backlinks zu verstehen ist.

Google Filter Penguin: Links aufräumen

Backlinks galten in der Suchmaschinen-Optimierung lange Zeit als Nonplusultra. Viele Webmaster versuchten um jeden Preis, an Links zu kommen. Es war nicht schwer, gute Ergebnisse für ein Keyword zu erzielen. Man musste nur das Keyword als Ankertext in einem Link benutzen und den Link dann auf möglichst vielen Webseiten hinterlassen. Der Penguin-Filter richtet sich gegen Seiten mit manipulativen Links und setzt damit die Tradition der Updates fort, die auf unseriöse Webseiten abzielen. Genau wie bei Panda handelt es sich auch bei Penguin um einen Filter, der periodisch erneuert wird.

Zu den Links, die gegen Googles Webmaster-Richtlinien verstoßen, gehören insbesondere

  • gekaufte Links aus Linktauschprogrammen
  • verborgene Links
  • Links aus Verzeichnissen und Linklisten
  • Spam-Links in Gästebüchern, Blogs und Foren

Link-Netzwerke, auch Linkfarmen genannt, zählen ebenso zu den manipulativen Link-Praktiken, da mit ihnen die Popularität der eigenen Webseite künstlich erhöht werden soll. Linkfarmen bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Seiten und verfolgen nur ein Ziel: Links aufzubauen. Um das Netzwerk vor Google zu verbergen, werden diese Seiten auf verschiedenen Servern gehostet und unter verschiedenen Namen registriert.

Echte Pinguine als Symbolbild für den Google Filter Pinguin
Warten auf das Update. [Bildquelle: eigenes Foto]

Spam-Links in Gästebüchern

Auf Blogs erscheinen oft schmeichelhafte Kommentare, wie toll das Thema doch wäre und wie sehr man sich auf weitere Beiträge freue. Am Ende des Kommentars folgen ein oder mehrere Links zum eigenen Blog. In 99 % der Fälle handelt es sich um automatisierte Kommentare, die von einem Roboter für SEO-Zwecke erstellt wurden. Unerfahrene Blogbesitzer veröffentlichen leider diese Kommentare häufig, weil sie glauben, es handele sich um echte Kommentare.

Andere Kommentare beziehen sich inhaltlich tatsächlich auf den Blogbeitrag, verführen danach aber mit reißerischen Kommentaren wie „Hey, auch du kannst monatlich 5.000 Euro von zu Hause aus verdienen“ zum Klick.

Ankertexte

Unter einem Ankertext versteht man den anklickbaren Text in einem Hyperlink. Wird Ihre Webseite häufig von anderen Webmastern empfohlen und mit einem Link auf ihrer Webseite bedacht, steigert das in Googles Augen die Relevanz Ihres Internetauftritts. Nicht aber, wenn der Ankertext unnatürlich aussieht.

Solch eine Spam-Technik liegt zum Beispiel dann vor, wenn Sie „aggressive“ Exact-Match-Ankertexte verwenden. Darunter versteht man eine große Anzahl von Links mit genau dem Keyword, für das Sie ranken möchten. Beispielsweise suchen Benutzer von Suchmaschinen üblicherweise nach „Lampen preiswert Berlin“ anstatt nach „preiswerte Lampen in Berlin“. Wenn aber irgendwo im Internet ein Link mit exakt den Worten „Lampen preiswert Berlin“ auf Ihre Webseite führt, ist die Manipulation offensichtlich. Oder können Sie einen natürlich klingenden Satz bauen, der genau diese Wortkombination enthält? 

“Penguin” gegen gekaufte Links

Es ist für Suchmaschinen nicht einfach, bezahlte Links von natürlichen Links zu unterscheiden. Es gibt jedoch bestimmte Merkmale, nach denen der Google-Algorithmus Ausschau hält. Dazu gehört, ob der Link von Anzeigen oder von Wörtern wie „Sponsor“ umgeben ist. Ebenso versucht Penguin, Links herauszufiltern, die für die Zielgruppe der Seite nicht relevant sind. Ein Beispiel dafür wäre ein Link zu einem Hundefrisör auf einer Seite über Kochrezepte. Außerdem soll der Filter gekaufte Rezensionen erfassen. Gekaufte Produkt-Rezensionen sind ein weit verbreitetes Problem, da Plattformen so das Vertrauen ihrer Kunden verlieren. Laut einem Artikel der Heise-Redaktion, ist Amazon inzwischen vor Gericht gezogen, um gegen gekaufte Produktbewertungen vorgehen zu können.

Links in Signaturen oder Fußzeilen

Generell ist der Linkaufbau komplexer und risikoreicher geworden. Einige Methoden, mit denen SEOs in der Vergangenheit eine große Anzahl von Backlinks generieren konnten, werden nun abgestraft. Zu den Techniken, die Sie nicht verwenden sollten, gehören Backlinks in kostenlosen Widgets oder kostenlosen Designs für Blogger oder WordPress. Die Anbieter hinterlassen beispielsweise in der Fußzeile Ihrer Webseite einen Backlink.

Manche Benutzer erstellen auch zahlreiche Benutzerkonten in Foren, um ihrem Profil oder ihrer Signatur einen Link auf ihre Webseite hinzuzufügen. Seit Penguin wertet Google solche Links und Profile ab. – Nutzen Sie Ihre Zeit also lieber für lohnendere Taktiken.

Spam loswerden

Als der Penguin-Filter ausgerollt war, beeilten sich die Webmaster, Spamming-Links von ihrer Site zu entfernen. Webseiten, die zuvor an den Links verdienten, änderten ihre Praktiken und forderten die Eigentümer auf, die Links zu entfernen.

Aufgrund vieler Kommentare und Anfragen in Foren hat Google ein Link-Disavow-Tool erstellt. Es ermöglicht Webmastern, ihre Backlinkstruktur von Spam-Links zu befreien. Bevor Sie dieses Tool verwenden, überprüfen Sie zuerst, ob Ihre Webseite auch wirklich von Penguin betroffen ist. Ergreifen Sie nicht einfach die Initiative und entfernen alle Ihre Backlinks, da einige davon auch vorteilhaft für Sie sein könnten. Außerdem sollten Sie zuerst selbst versuchen, die Spam-Links zu entfernen, indem Sie sich beispielsweise dem Seitenbetreiber in Verbindung setzen.

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Im nächsten Beitrag wird es noch einmal um wichtige Google Updates gehen. Dann legen wir das Thema aber vorerst zur Seite und schauen zu, dass wir uns in Richtung praktische Tipps bewegen. Die Algorithmen Updates geben immer wieder neuen Stoff, wie BERT und MEDIC zeigen, aber das soll uns erst später wieder interessieren.

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