Warum Sie Ihre Backlinks prüfen sollten

Wegweiser für gute und schlechte Backlinks

Zu den Faktoren, anhand derer Google Ihre Webseite bewertet, gehört Ihr Backlink-Profil. Backlinks sind Links von außerhalb, die auf Ihre Seite zeigen. Manche von ihnen sind sehr nützlich, während andere Ihnen schaden können. Deswegen sollten Sie sich damit auskennen, wie man Spam-Links identifiziert und entfernt. 

Vor allem aber benötigen Sie organische Links, um eine Chance auf die vorderen Plätze in den SERPs zu haben. Die Preisfrage ist natürlich, wie Sie an solche Links kommen. 

Wir haben ein Problem

Google ist der festen Meinung, dass alle Links nur auf natürlichem Weg verdient werden sollten. Gekaufte oder eingetauschte Backlinks wertet das Unternehmen als Verstoß gegen seine Richtlinien, weswegen es seine Suchmaschinen-Algorithmen ständig verbessert. Seit dem Penguin Update verteilt es auch Penalties für spammige Backlinks. 

Google empfiehlt als erste Maßnahme, hochwertige Inhalte bereitzustellen, die eine exzellente Benutzererfahrung garantieren. Jedoch ergibt sich daraus ein Problem, genau genommen zwei: Zum einen ist es ein zeitaufwendiges Projekt, einen Blog oder ein Online-Magazin aufzubauen. So etwas kann Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen. Zum anderen benötigt es selbst bei brillanten Artikeln eine gute Portion Öffentlichkeitsarbeit, um überhaupt wahrgenommen und von den richtigen Leuten verlinkt zu werden.

Kurz, Linkbuilding ist seit Penguin zu einer mühevollen Angelegenheit geworden. 

Welcher Backlink ist ein guter Backlink?

Um die Qualität und Relevanz ihrer Webseite zu betonen, benötigen Webmaster also Backlinks, bei denen kein Verdacht aufkommt, sie könnten manipuliert sein. Google achtet bei der Bewertung der Backlinks auf mehrere Faktoren. Zu den wichtigsten Aspekten gehören dabei

  • Qualität
  • Relevanz und
  • Position

 Diese Faktoren wollen wir uns gleich einmal genauer anschauen.

Wie sieht ein mustergültiger Verweis aus? 

Zeichnung eines Pixelchens, welches ein Zertifikat vorzeigt.

Die Anzahl der Links war einmal das Nonplusultra, jedoch setzt Google inzwischen den Fokus auf Qualität statt auf Quantität. 

Ein Link guter Qualität ist ein Link, der von einer etablierten Webseite stammt. Links von Spam-Webseiten werden Ihnen hingegen schaden, da Sie sich in „schlechte Nachbarschaft“ begeben. Nun können Sie es meist nicht verhindern, dass eine Spam-Webseite einen Verweis zu Ihrer Webseite setzt. Zu den Aufgaben eines Webmasters gehört es deswegen auch, die Backlinks zu prüfen und unerwünschte Kandidaten zu entfernen. Gelingt Ihnen das nicht selbst, müssen Sie Googles Disavow Tool nutzen. Dieses Tool befindet sich in der Google-Suchkonsole und dient dazu, Backlinks für ungültig zu erklären. 

Relevante Links erhalten Sie von Webseiten, die mit Ihrem Thema zu tun haben. Wenn Sie beispielsweise eine Webseite über Gewürze hätten und eine Webseite mit Kochrezepten würde zu Ihnen verlinken, dann wäre das sehr relevant. Anders sähe es aus, wenn der Link von einer Seite käme, auf der es um Mobiltelefone ginge. So etwas ist suspekt.

Die Platzierung des Links bezieht sich auf die Position auf der Webseite. Links in der Fußzeile oder der Seitenleiste sind in der Regel weniger wertvoll und könnten als Spam angesehen werden. Beachten Sie aber, dass das nicht per se geschieht. Google würde hierfür noch weitere Faktoren in Betracht ziehen, beispielsweise, ob sich Begriffe wie „Sponsor“ oder „Partner“ bei dem Link befinden. 

Andersherum machen zahlreiche Webdesigner den Fehler, ihre kostenfreien Templates in der Fußzeile mit einem Link auszustatten, der auf ihre Webseite zurückverweist. So entsteht eine Menge irrelevanter Links von irrelevanten Webseiten.

Der ideale Backlink befindet sich mitten in einem Text, der thematisch mit Ihrer Webseite verbunden ist. Das könnte beispielsweise eine Erwähnung in einem Blog-Post sein. 

Außerdem wichtig

Der Ankertext, also der anklickbare Text eines Hyperlinks, spielt ebenfalls eine Rolle. Manchmal besteht der Ankertext nur aus einem hier. Besser wäre ein Ankertext aus geeigneten Keywords, wenn mit diesen nicht übertrieben wird. So könnte der Ankertext eines Links, der auf eine Webseite über Gewürze weist, beispielsweise Kurkuma oder Fair-Trade Gewürze lauten. Die Ankertexte unnatürlicher Links hingegen bestehen oft aus dem Namen der Marke oder der direkte URL (also www.beispiel.de), oder einer Handlungsaufforderung wie Klick hier.

Google wird sich zudem auch anschauen, ob sich Seiten gegenseitig verlinken. Wenn es den Anschein hat, dass die Backlinks aus Linktausch-Programmen stammen, droht beiden Links die Abwertung.

Zeichnung von zwei Pixelchens. Eines mit einem Halteverbots-, das andere mit einem Daumen-runter-Schild.

Wie Sie Ihre Backlinks prüfen

Wie können Sie nun feststellen, ob sich auf einer Spam-Webseite ein Link zu Ihnen befindet? 

Neben den Google Webmaster Tools gibt es dafür spezielle „Backlink Checker“, welche gleich von mehreren Anbietern bereitgestellt werden. Einige der Backlink-Tools lassen sich kostenlos oder zumindest mit eingeschränktem Funktionsumfang nutzen. Allerdings hängt die Qualität der Daten davon ab, wie groß die Datenbank des Anbieters ist. Sie werden die Unterschiede selbst feststellen, wenn Sie ein und dieselbe Webadresse von verschiedenen Tools prüfen lassen und die Ergebnisse miteinander vergleichen. Das Beste ist deshalb, wenn Sie mehrere Quellen für Ihre Backlink-Analyse nutzen.

Tipp: Backlink-Tools, die von der Redaktion des Online-Magazin t3n empfohlen werden, sind beispielsweise der Backlink Checker von Ahrefs oder der OpenLinkProfiler aus dem SEOProfiler. Einzelheiten dazu lesen Sie auf dem t3n-Listicle vom September 2018.

Alexander von der SEO-Agentur Evergreenmedia aus Innsbruck erklärt in seinem Video detailliert, wie Sie Spamlinks entfernen:

Wie Sie legale Backlinks aufbauen

Linkaufbau ist eine mühevolle Disziplin und erfordert viel Geduld. Verständlich, dass so manch einem Webmaster der Gedanke kommt, er könne dem Ranking-Glück nachhelfen und Backlinks kaufen. Allerdings wäre das eine sehr riskante Abkürzung, da sich Googles Algorithmen immer weiter verfeinern.

Bei all den Tipps, die Sie im Internet über den Linkaufbau lesen, ist die Essenz folgende:

  • Sie brauchen richtig guten Content
  • Analysieren Sie Ihre Konkurrenz
  • Nutzen Sie Social Media wie beispielsweise Pinterest, Twitter oder Instagram.

Der erste Punkt ist jedoch der wichtigste: Content.

Sie brauchen brillante Inhalte, um Gastbeiträge über Ihr Thema anzubieten.

Sie brauchen brillante Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen, wenn Sie Empfehlungs-Guides kontaktieren und um Nennung in einer Top-10-Liste bitten. Auch dann, wenn Sie im Gegenzug mit Rabatten für die Leser des Guides winken.

Sie brauchen brillante Kommentare, wenn Sie in Foren wie Reddit oder Quora auf sich aufmerksam machen wollen.

Was können Sie noch machen?

Sie können Ihre Webseite in Firmen- oder Branchenregistern eintragen lassen. Vergessen Sie dabei nicht die lokalen Verzeichnisse Ihrer Region. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich immer um seriöse Seiten handelt.

Gehen Sie die Webseiten Ihrer Konkurrenz durch und schauen Sie sich deren Backlink-Profil an. Das funktioniert mit denselben Backlink-Tools, mit denen Sie Ihre eigene Webseite überprüfen. Bei der Recherche stoßen Sie sicherlich auf Seitenbetreiber, mit denen Sie in Kontakt kommen und denen Sie Ihre eigenen Beiträge anbieten können. Häufig gibt es auf Webseiten Artikel, die nicht mehr aktuell oder nicht umfangreich genug sind – und Sie haben die fertige Lösung schon einsatzbereit in der Hand. Zu den gern gesehenen Inhalten gehören dabei nicht nur Fallstudien, Statistiken oder innovative Beiträge, sondern auch Fotos und Infografiken.

Schließlich können Sie auch Ihre Geschäftspartner ansprechen und um einen Backlink bitten. Eine Fallstudie ist eine elegante Möglichkeit, sich gegenseitig ganz legal zu verlinken.


Wie Sie sehen ist das Thema Backlinks nicht nur zentral, sondern auch umfangreich. Deswegen werden wir später auf einige Punkte zurückkommen.

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