Content-Audit: Die Website hat Inventur

Titelbild content-audit

Wie erschaffen Sie Content, der Ihre Leser fesselt und neue Besucher auf Ihre Website führt? 

Zerlegen Sie diese Frage in drei Schritte und Sie erhalten die Antwort. Die Schritte heißen

Die ersten beiden Schritte sind gemacht. Wenden wir uns nun der Bestandsaufnahme der eigenen Website zu: dem Content-Audit. 

Wozu dient das Content-Audit?

Frage: wozu dient das Content-Audit

Die interne Content-Analyse, auch Content Audit genannt, ist eine Art Bestandsaufnahme Ihrer Website. Sie verschafft Ihnen eine gute Übersicht, welche Themen Sie bereits abdecken und welche Themen noch fehlen. Außerdem analysieren Sie damit, welche Ihrer Inhalte besonders gut performen. Anschließend überlegen Sie, welche dieser Inhalte Sie verbessern können und wie Sie das am sinnvollsten bewerkstelligen.

Das Content-Audit empfiehlt sich insbesondere für Websites, die schon längere Zeit bestehen. Mit der Zeit sammeln sich Inhalte an, die veraltet sind oder einfach nicht zu den neueren Beiträgen passen.

Der Grundgedanke beim Content-Audit

Bei einem Content-Audit verschaffen Sie sich zuerst einmal einen Überblick über alle Inhalte, die sich auf Ihrer Website befinden.

Während Sie das Content-Audit durchführen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Springen die Beitragsfotos ins Auge? Passen die Fotos zum Artikel? 
  • Welche meiner anderen Webseiten passen zu dem Artikel, sodass ich den Inhalt intern verlinken kann? 
  • Gibt es herausragende externe Ressourcen, auf die ich verlinken kann? 
  • Welcher weitere Content Typ (Video, Infografiken, Tabellen usw.) könnte diese Webseite attraktiver machen?
  • Konkurrieren eigene Webseiten miteinander? Kann ich diese Seiten miteinander kombinieren?
  • Kann ich Inhalte in eine Artikelserie aufteilen, falls der Beitrag zu lang geworden ist?

Vergessen Sie nicht, Ihre spontanen Ideen und Gedanken aufzuschreiben, sodass Sie später darauf zurückgreifen können.

Wie organisiere ich ein Content-Audit?

Liste

Bevor Sie Ihre Content Audit beginnen, sollten Sie sich kurz die Gesichtspunkte notieren, die Ihnen bei Ihrer Inventur wichtig sind. Außerdem sollten Sie sich überlegen, wie Sie die Ergebnisse erfassen wollen. 

Tipp: Organisieren Sie Ihr Content-Audit mit Hilfe einer Excel-Tabelle.
Um die Inhalte der Website aufzulisten, machen sich Crawling-Tools wie Screaming Frog sehr gut. Da Sie die Daten bequem in eine Excel Tabelle exportieren können, ist die Zeitersparnis besonders bei größeren Websites enorm.

Es bleibt natürlich Ihnen überlassen, nach welchen Gesichtspunkten Sie Ihr Content-Audit organisieren wollen. Generell lohnt es sich jedoch, folgende Elemente zu betrachten:

  • URL
  • Saisonalität
  • Content Typ
  • Interne und externe Links
  • Content Format
  • CTA

Schauen wir uns diese Punkte einmal genauer an:

URL

Sie sollten sich auf jeden Fall die URL notieren, damit Sie zu einem späteren Zeitpunk schnell darauf zugreifen können.

Saisonalität

Wenn Sie die Saisonabhängigkeit einer Ressource beachten, können Sie sich zu bestimmten Jahreszeiten leichter auf diese Inhalte beziehen. Wenn Sie beispielsweise viel Material zu einem bestimmten Feiertag haben, könnten Sie jedes Jahr einen neuen Blogpost veröffentlichen und sich dabei auf Top-Inhalte vergangener Post beziehen. Dadurch erreichen Sie zum einen, dass die älteren Beiträge weiterhin Traffic bekommen und zum anderen, dass sie von Suchmaschinen erneut gecrawlt werden. Ein dritter Vorteil ist, dass Sie eher bemerken, wenn Inhalte veraltet sind und entweder aktualisiert oder vollständig entfernt werden sollten.

Contenttyp

Notieren Sie sich, in welche Kategorie die Inhalte fallen. Handelt es sich um einen reinen Textbeitrag, oder gibt es zusätzlich eine Info-Grafik, ein Video oder etwas anderes? Wenn es beispielsweise ein reiner Textbeitrag ist, wissen Sie nun, dass Sie dem Beitrag später weitere Ressourcen hinzufügen können, um den Inhalt zu verbessern.

Links

Schreiben Sie sich auf, ob in dem Beitrag interne oder externe Links vorhanden sind. Das hilft Ihnen dabei, die Seite später gezielt zu verlinken. Interne Links informieren Suchmaschinen, dass Sie den Inhalt für wichtig genug halten, um auf ihn zu verlinken. Deswegen hält Google Unterseiten, auf die viele interne Links verweisen, tendenziell für wichtiger als andere Unterseiten. Externe Links wiederum, bieten Ihren Besuchern einen Mehrwert. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Seite in den Suchergebnissen gut ranken wird.  

Icon eines Links

Content Format

Gehen Sie nun tiefer ins Detail und notieren Sie sich, welcher Art der Beitrag ist. Ist es beispielsweise eine detaillierte Video-Anleitung, ein kurzes Howto oder eine Top-10-Liste? Wenn Sie beispielsweise viele How-to-Blogposts haben, empfiehlt sich eine einzelne Seite, auf der Sie eine Übersicht über all diese Beiträge geben. Zum einen erleichtert das deren Auffindbarkeit. Zum anderen machen Sie Besucher auf die anderen Blogposts aufmerksam.

CTA

Beinhaltet die Webseite eine Handlungsaufforderung (CTA)? Wenn Sie einen Call to Action integrieren, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Besucher diese Aktion tatsächlich ausführt. Ein CTA ist keineswegs gleichbedeutend mit einem aufdringlichen Pop-up, das sich grell über die Webseite legt. Bereits ein einfacher Button, über den sich Ihr Besucher für einen Newsletter anmelden kann, stellt eine Handlungsaufforderung dar. 

durchgestrichene Lautsprecher

Frischen Sie Ihre Website anhand dieser Liste auf, werden die Suchmaschinen den Inhalt wieder als aktuell einstufen. Denken Sie außerdem an die Sozialen Netzwerke. Wenn Sie dort aktiv sind, dann sollten Sie auch dort auf die überarbeiteten Beiträge hinweisen.

Bei kleineren Websites ist das Content-Audit zwar zeitaufwendig, jedoch wird es sich in einem überschaubaren Zeitraum erledigen lassen. Bei großen Websites hingegen stehen Sie vor einem Dauerprojekt, bei dem Sie jeden Monat einige bestimmte Seiten herausgreifen. Sichern Sie die Effizienz Ihres Content-Audits, indem Sie sich zuerst auf Unterseiten mit hohen Absprungraten oder Unterseiten mit niedrigen Conversions-Raten konzentrieren. 

Welche Punkte sind sonst noch wichtig?

Hohe Absprungraten bedeuten, dass die Besucher die Inhalte nicht lesen. Aber was ist, wenn auf bestimmte Unterseiten kaum zugegriffen wird? 

Hierfür kommen gleich mehrere Ursachen in Betracht. 

Überprüfen Sie deswegen zuerst die Metadaten und die H1-Überschrift. Diese sind der erste Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Besucher, sozusagen Ihre Visitenkarte. Ist Ihre Visitenkarte nicht richtig optimiert, wirkt sie wenig einladend – das gilt gleichermaßen für Ihre Besucher wie für Suchmaschinen. 

Eventuell haben Sie aber auch den Beitrag so tief in Ihrer Website versteckt, dass die Suchmaschinen vorher abspringen? Darüber gibt Ihnen die Klicktiefe Auskunft. Auch die Länge des Artikels beeinflusst die Position der Webseite in den SERPs, weswegen Sie die Wortanzahl überprüfen sollten. 

Wenn Sie es also mit Ihrem Content-Audit noch genauer nehmen wollen, dann ergänzen Sie Ihre Excel-Liste um diese Parameter.

Mit Crawling-Tools wie Screaming Frog oder DeepCrawl tragen Sie diese Daten schnell zusammen.

Und nun?

Als nächstes schauen wir uns an, welche Arten von Content es gibt und wann Sie welche Art am besten verwenden.

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