Technische SEO – ist das was Schlimmes?

Technische SEO - ist das was Schlimmes? 1 16. Mai 2021

Die technische SEO befasst sich mit den strukturellen Grundlagen einer Webseite. Ziel ist es, den Crawlern das Suchen und Indexieren zu erleichtern. Letztendlich wird Ihre Webseite dadurch für Nutzer auffindbar. 

Kurz gesagt ist die technische SEO die Voraussetzung dafür, dass OnPage– und Offpage-Optimierung überhaupt Erfolg haben können. Ein SEO-Berater würde Ihre Webseite zuerst auf technische Belange hin überprüfen, bevor er Empfehlungen für den Content abgibt und sich um die Keywords kümmert. Erst im Anschluss daran ginge er die OffPage Optimierung an, um damit die vorangegangenen OnPage-Maßnahmen zu unterstützen. 

Warum Sie Technical SEO brauchen

Erstes Ziel der technischen Optimierung ist, dass die Inhalte der Website von den Crawlern reibungslos erfasst und gespeichert werden können.

Generell bedeutet das zunächst, dass Ihre Website von einem Computerprogramm gefunden werden soll. Das Programm muss zudem in der Lage sein, die Inhalte Ihrer Website in Kategorien einzusortieren. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Suchmaschinen die Inhalte bei passenden Suchanfragen überhaupt finden und in den SERPs auflisten können. Jedoch schaut sich der Crawler die Website nur eine bestimmte Zeitspanne an. Bei wichtigen Seiten bleibt er länger, bei weniger wichtigen wie auch bei fehlerhaften Seiten ist das Crawl-Budget schneller ausgeschöpft. Deswegen sollte es Ihr Ziel sein, dass keine Crawl-Zeit vergeudet wird und der Bot Ihre wichtigsten Seiten tatsächlich erfassen kann.

Aber Sie optimieren Ihre Website nicht nur für die Searchbots, sondern hauptsächlich mit dem Blick auf den Benutzer. Diese mögen keine lange Ladezeiten und Fehlerseiten enttäuschen sie. Die meisten Nutzer geben Ihnen höchstens drei Sekunden ihrer Zeit, bevor sie den Ladevorgang abbrechen. Und wenn Sie schon einmal bei einer Suchanfrage den vielversprechendsten Link herausgesucht haben, nur um auf einer Fehlerseite zu landen, dann wollen Sie das Ihren Nutzern ersparen.

Schwarzes Schild mit weißer Schrift: Subject to technical issues

Voilà, und genau deswegen sollten Sie sich mit technischer SEO beschäftigen.

Wie technisch ist Technical SEO?

Beim Einmaleins der technischen SEO geht es nicht nur darum, die Website für die Crawler zugänglich zu machen. Außerdem ist die Geschwindigkeit ein wichtiges Kriterium. Die Seiten sollen schnell laden und sich auf jedem Gerät optimal lesen lassen, gleich ob der Nutzer an einem 16“-Monitor sitzt oder ein kleines Mobiltelefon in der Hand hat. Es hört sich komplizierter an, als es im Endeffekt ist. Oft lassen sich bereits mit einfachen Hebeln spürbare Effekte erzielen, beispielsweise der Komprimierung von Bildern. Schließlich spielt die Übertragungssicherheit eine Rolle, beispielsweise durch die Umstellung von HTTP auf das verschlüsselte Hypertext Transfer Protocol HTTPS. Obwohl die SSL-Verschlüsselung auch nur eine relative und keine absolute Sicherheit bietet.

Um die Grundlagen der technischen SEO zu verstehen, brauchen Sie keine Programmierkenntnisse. Wenn Sie allerdings vorhaben, tiefer in das Thema einzusteigen, sollten Sie sich dann doch mit einer der gängigen Programmiersprachen oder Auszeichnungssprachen beschäftigen.

Ideal wären Grundkenntnisse in den Auszeichnungssprachen HTML und CSS. Außerdem hat die Skriptsprache PHP eine zentrale Bedeutung für Webanwendungen.

Eine eckige Klammer als Symbol für technische SEO.

Gibt es sowas auch zum Selbermachen?

Ja. Zu den Basics, die Sie selbst in die Hand nehmen können, gehören beispielsweise

  • Crawlbarkeit und Indexierbarkeit der Website unterstützen
  • Ladezeiten optimieren
  • auf HTTPS umstellen
  • Redirects einrichten

Am anderen Ende der Fahnenstange steht die Optimierung von JavaScript-basierten Webseiten und die manuelle Serverkonfiguration. Aber wenn Sie an dem Punkt sind, dass Sie sich für solche Fragen interessieren, lesen Sie sicherlich keine SEO-Tutorials mehr, sondern verfassen selbst welche.

In den nächsten Beiträgen zu technischer SEO erwarten Sie also reine Grundlagenthemen. Dazu gehören die Datei robots.txt, die verschiedene Arten von Sitemaps und die Behandlung von Redirects. Sprich, neben HTML- und XML-Site-Maps schauen wir uns die verschiedenen Fehlercodes auf Webseiten genauer an und klären, wie sich durch permanente oder temporäre Weiterleitungen die Benutzererfahrung verbessern und die Autorität  stillgelegter Seiten erhalten lässt. Hierfür benötigen Sie weder Programmierkenntnisse noch großartiges technisches Verständnis. Zudem können Sie einen Großteil der Arbeit bequem von Tools erledigen lassen.

Natürlich umfasst Technisches SEO mehr als diese Punkte. Zu dem Bereich gehört beispielsweise, dass Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihre Inhalte in eine sinnvolle Baumstruktur ordnen. Weitere Themen sind URL-Design und interne Links. Außerdem sollten wir uns Rich Snippets, Bilder-SEO und Caching anschauen, nur um hier einige Stichworte hinzuwerfen. Aber alles zu seiner Zeit. Im Moment sind wir noch bei den SEO-Basics.

Lehnen wir uns also entspannt zurück und schauen uns erst einmal an, was den Unterschied zwischen HTML- und XML-Sitemaps ausmacht.

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